Riester-Renten werden auf die staatliche Grundsicherung angerechnet!
Am Mittwoch, den 20. April 2011 war bei n-tv unter der Überschrift „Riester Rente Die Fassade bröckelt“ zu lesen, dass „mit der Riester-Rente der Staat in erster Linie die Versicherungs- und Finanzbranche fördert“.
Es wurde darauf verwiesen, dass zu Rentenbeginn die Riester-Rente auf die staatliche Grundsicherung angerechnet wird.
So ist zu lesen (Zitat): „Eigentlich ist die Riester-Rente auch als zusätzliches Standbein im Alter für Menschen mit geringem Einkommen gedacht, denn auch sie können die Höchstzulage vom Staat erhalten. Die Problematik liegt hier allerdings im Detail. Wer beispielsweise mit einem Bruttojahresverdienst in Höhe von 15.600 Euro auskommen muss, was immerhin einem Stundenlohn von etwa 7,50 Euro entspricht, erhält nach 47 Berufsjahren nicht mehr aus staatlicher Rente und Riester-Vertrag, als wenn er sich auf die staatliche Grundsicherung im Alter verlässt. Es ist also kaum jemandem vorzuwerfen, wenn er im Niedriglohnsektor nicht riestert.“
D. h. im Klartext, dass derjenige mit Riester-Vertrag nicht besser gestellt ist zum Rentenbeginn als der, der überhaupt nicht in seinem Leben „geriestert“ hat. Vertreter schließen mit einem sogen. monatlichen Sockelbetrag in Höhe von 5 oder 10 EURO mit dem Verweis auf den Erhalt der Zulagen Riester-Verträge ab. Hier stellt sich die Frage, wem ein solcher Vertrag eigentlich einen Nutzen bringen soll.
Verwiesen wird in diesem Artikel auch darauf, dass Bezieher durchschnittlicher Einkommen mal einen Blick riskieren sollten, wie sich ihr Riester-Vertrag entwickelt. Sofern bis zum Rentenbeginn die Riester-Renten monatlich „bedient“ werden, werden ausschließlich die eingezahlten Beträge und erhaltenen Zulagen zur Verrentung zur Verfügung stehen und aus heutiger Sicht darf auch nicht mehr erwartet werden. Macht so ein Altersvorsorgeprodukt wie die Riester-Rente eigentlich damit einen Sinn?
Da wäre dann noch die Inflation zu berücksichtigen, auf die wir in vielen unserer Finanzblog-Beiträge bereits verwiesen haben. Im zitierten Artikel wird richtigerweise die Frage hierzu gestellt, wem es etwas nützt, „ wenn man heute weiß, dass man in 30 Jahren aus der Riester-Renten-Versicherung 200 Euro monatlich erhält, wenn man nicht weiß, was man sich in 30 Jahren für 200 Euro noch kaufen kann?“ Herzlich wenig.
Was anstatt Riester, Rürup etc. kann man eigentlich tun? In einem Beratungsgespräch (auch online möglich) zeigen wir Ihnen hierzu sinnvolle Wege auf. Über die Rufnummer 0173 8583838 können Sie zu uns in Kontakt treten.
