Rallye an den Aktienmärkten! Wie lange noch?

Die im Zuge der Krise eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken und fiskalpolitischen Programme der Regierungen können nach unserer Ansicht bis gegen Ende 2009 – also zur Bundestagswahl – ein positives Wirtschaftswachstum bewirken. …

Fakt ist aber auch, dass die grundlegenden Probleme im Bankensystem damit keineswegs gelöst sind. Weitere zu erwartende Abschreibungen der Banken werden weiter zu einer massiven Einschränkung der Kreditvergabe führen. Die Gesamtverschuldung in den wichtigsten Industrieländern befindet sich auf einem historischen Höchststand, was vor allem bei den Konsumenten eine deutlich nachlassende Nachfrage erwarten lässt. Wir rechnen damit, dass für mindestens die nächsten ein bis zwei Jahre Deflation und nicht Inflation das bestimmende Thema an den Märkten sein wird. Indem die Konsumenten ihren Konsum einschränken und sparen werden, werden Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren.

Erwähnenswert ist hierbei, dass Staatsanleihen bester Bonität deshalb nach Beendigung des gegenwärtigen Zinsanstiegs schon bald wieder interessant sein werden. Die Zinsen dürften vor allem in Europa wirtschaftsbedingt noch deutlich fallen. Ein durch uns angebotenes Produktportfolio, das zu 65% in erstklassigen Staatsanleihen aus dem Euroraum investiert ist, wird hiervon profitieren. Sie sollten hierüber mit uns sprechen.

Es sei nunmehr die Frage zugelassen, wie die gegenwärtige Rallye an den Aktienmärkten zu bewerten ist. Klar ist doch, dass es viele Jahre dauern wird, bis sich die überschuldete Weltwirtschaft mit den „faulen Krediten“ nachhaltig erholen wird. Die gegenwärtige, rein technische Rallye an den Aktienmärkten kann zwar (möglicherweise bis nach den Bundestagswahlen) noch ein wenig weiterlaufen, danach dürfte es aber wieder zu deutlichen Kursverlusten kommen. Daher ist es vielleicht überlegenswert heute Aktien in deren gegenwärtigen Stärke zu verkaufen.

Die USA müssen zur Finanzierung aller bereits beschlossenen Rettungsmaßnahmen neues Papiergeld (Dollar) und ‚Wertpapiere’ (US-Staatsanleihen) vergeben und sind hierbei auf Auslandsgelder angewiesen. Wenn Staaten wie u.a. China, Indien und Russland wie bisher aber nahezu keine neuen US-Staatsanleihen mehr kaufen sollten, kann nur die FED mit Käufen durch frisch gedruckte USD einspringen. Sonst steigen – wie aktuell gerade zu sehen – die Zinsen, was jegliche Erholung der US-Wirtschaft unmöglich macht. Die gewaltige Menge an neu zu druckenden USD durch die FED würde unwiderruflich zu einer noch nie da gewesenen Inflation führen.

Zum Abschluss möchte wir den Rat geben, das Hauptaugenmerk in der Anlagepolitik auf Vermögenserhalt zu legen. Fragen Sie uns, denn die Risiken und damit die Gefahr von Vermögensverlusten bleiben in 2009/2010 weiter sehr hoch.

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